Seit 20 Jahren (1983) staatlich anerkannter Luftkurort
"Meran des Bayerischen Waldes", mit diesem Beinamen schmückt sich der Markt Schönberg nicht umsonst. Liegt
er doch, wie viele Ort in Südtirol oder in der Toscana, malerisch und eng an den
Kadernberg, den Hausberg geschmiegt. Schönbergs Marktplatz mit seinen besonderen
Häusern strömt zudem ein gewisses Behagen aus: Die fröhlich bunten Häuser wirken
so südländisch und hauchen dem Marktplatz ein leichtes, luftiges Flair ein. Man
kann nicht anders - hier muß man sich ganz einfach wohlfühlen.
Der Luftkurort Schönberg, mitten im Ferienland am Nationalpark Bayerischer Wald,
wird im Süden von der Bergkette des Donaukammes und im Norden vom Grenzgebirge,
an den sich der Böhmerwald anschließt, vor allzu rauen Winden geschützt. Seit
seiner ersten urkundlichen Erwähnung im 12. Jahrhundert ist der Ort schon Stätte
der Begegnung, denn erste Siedler wagten die Ortsgründung an der Kreuzung wichtiger
Handelswege. Schon bald erhielt Schönberg Marktrechte, seit dem Mittelalter war
es Sitz bedeutender fürstlicher Behörden. Drei Burgen sorgten lange für Sicherheit.
Vor Pest, Brandschatzung und Zerstörung konnten aber auch sie nicht schützen.
Immer wieder erholte sich der Ort, zuletzt nach 1945, als amerikanische Bomben
in den letzten Kriegstagen das ursprüngliche Ortsbild in Schutt und Asche legten.
Seit diesen Tagen hat der Markt Schönberg sich sehr gewandelt. Man hat in seiner
wunderschönen Lage die große Chance für die Zukunft gesehen und genutzt: Heute
zählt Schönberg zu den führenden touristisch geprägten Orten im mittleren Teil
des Waldlandes. Gerade deshalb hält der Luftkurort familiäres Ambiente, Familienfreundlichkeit
und ein Umfeld mit weitgehend intakter Natur für sein großes Kapital.
Vielfältige Möglichkeiten zu Freizeitaktivitäten aller Art sind hier selbstverständlich,
ein bunter Veranstaltungskalender bringt Urlaubsgäste und Einheimische in geselliger
Runde zusammen, die zentrale Lage bietet ungezählte Ausflugsmöglichkeiten für
jeden Geschmack. Hier kann man allein oder mit Familie oder Gruppe die Tage genießen,
ohne sich vorher auf etwas Bestimmtes festzulegen.
Bei Schönberg vereinen sich drei Wasserläufe zur Ilz, der schwarzen Perle des
Bayerischen Waldes. Die Presse weist auf sie als "Flußlandschaft des Jahres 2002/2003" hin, denn die Ilz, der letzte größere unverbaute Fluß Ostbayerns ist wahrlich
ein Idyll. Daß der Ort so nahe am ersten deutschen Nationalpark liegt, macht ihn
zusätzlich interessant.
Auf Schloß Rammelsberg im gleichnamigen Ortsteil herrschte einst eine böse Herrin.
Ihre Seele wurde der Legende nach in den tiefen, dunklen Rachelsee verbannt. Heute
steht von der Burg nur noch ein Turm und daneben eine der wenigen Bärwurzereien
des Bayerwaldes. Hier wir die Bärwurz, die schon seit Jahrhunderten als Heilmittel
bekannt ist, zu hochprozentigem, erdig-würzigem Alkohol gebrannt. Beim "Bärwurzbummel"
der Marktgemeinde kann jeder über diesen eigenartigen Schnaps, seine Entstehung
und seine Wirkung eine ganze Menge Wissenswertes erfahren, eine "Bärwurzprobe"
nehmen und auch Vorteile aus dem Fabrikverkauf ziehen.
Beliebt sind die beiden IVV-Wanderwochen, die die Gäste im Frühjahr und Herbst
auf geführten Wanderungen immer aufs Neue begeistern. Schönberg besitzt neben
vielen gut ausgeschilderten Wander- und Radwanderwegen auch eine 120 km lange
IVV- Wanderstrecke, die jedem Wanderer in Etappen die wunderschöne Umgebung Schönbergs
entdecken läßt. Was gibt es da nicht alles zu erkunden! Wälder voller Heidelbeersträucher,
in denen im Herbst die "Schwammerljäger" umherstreifen, den Aussichtsturm am Kadernberg,
der bei entsprechendem Wetter Ausblicke bis zu den Alpen ermöglicht. Oder den
"Wackelstein", der sich von Hand in schaukelnde Bewegung setzen läßt. Er ist eine
geologische Rarität: Ein Granitklotz mit einem geschätzten Gewicht zwischen 40
und 50 Tonnen. Oder die Hofstellen eines Dorfes, das seine Bürger vor Jahrzehnten
nicht mehr halten konnte und aufgegeben werden mußte, und, und, und ... |