| Die hl. Barbara zählt zu den 14 Nothelfern. Sie wird meist mit einem Turm dargestellt,
weil ihr heidnischer Vater sie wegen ihres christlichen Glaubens einsperren ließ,
bis sie unter Kaiser Maximinus Daja hingerichtet wurde.
Barbara ist Patronin der Bergleute, aber auch anderer Stände, die mit Feuer oder
Eisen zu tun haben, z.B. Glöckner, Glockengießer und auch der Artillerie.
Die hl. Barbara wird um Hilfe bei Feuer und Gewitter angerufen und als Fürsprecherin
für eine gute Sterbestunde.
Der alte Brauch, am Barbaratag Zweige von Forsythien, Kirsch- oder Zwetschgenbaum
zu schneiden, wird im Waldland noch immer gepflegt. In der warmen Stube blühen
sie zumeist bis zum Christfest auf.
Früher waren Barbarazweige in der Nacht zum Barbaratag, kurz vor Sonnenaufgang
schweigend zu schneiden und in einer Vase mit warmem Wasser in die warme Stube
zu bringen. Vom Aufblühen oder Verdorren der Zweige leitete man für das kommende
Jahr Gesundheit oder Krankheit, Heirat oder Tod ab. Der Barbaratag zählt deshalb
zu den wichtigen Lostagen im Bauernjahr. Er wartet mit unzähligen Wetterregeln
auf.
Bis weit ins 20. Jh. hinein war es üblich, erblühte Zweige mit Weihnachtsplätzchen
und buntem Zuckerzeug zu schmücken. |