| Im Dezember 1633 verwüsteten die Schweden den Bayerwaldort Regen. Raubend und
brandschatzend verursachten sie viel Kummer und Not. Erst im Frühjahr 1634 konnte
der Brandschutt verräumt werden. Dabei fand man in den Trümmern des Bäckerhauses
ein fast unversehrtes Bildnis der Muttergottes. Die Bäckin hat den geringen Rußschaden
von einem Maler beheben lassen. Bald wurde das so wunderbar errettete Bild vom
Volk verehrt.
Die fromme Herrin von Burg Weißenstein sah das Auffinden des Gemäldes ebenfalls
als "Wunder" und wollte unbedingt in den Besitz des Bildes gelangen. Sie gab der
Bäckin ein anderes Muttergottesbild, sie bekam das errettete Bildnis. Die Kunde davon
drang bis zum Fürstbischof nach Passau. Der ließ es in die Schloßkapelle seines
Jgdschlosses in Fürsteneck bringen.
Als die dortigen Pfleger starben, nahm deren Sohn das Bild mit auf Familiengüter
am Plainberg bei Salzburg. Eine gerdezu stürmische Verehrung des Bildes durch
das Volk setzte ein, aus österreichischen und bayerischen Landen wurde eifrig
gewallfahrtet. 1645 entstand schließlich eine erste Wallfahrtskirche, 1674 entstand
die heutige. Dort hängt das Bild aus Regen noch heute.
1751 bekam es zwei goldene, mit Edelsteinen verzierte Kronen. Die zieren seitdem
die Muttergottes und da Jesuskind. Zur Erinnerung an diese außergewöhnliche Krönung
komponierte Wolfgang Amadeus Mozart die "Krönungsmesse". Maria Plain zählt heute
noch zu den großen Wallfahrtszielen.
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