| Mariä Himmelfahrt ist das älteste und größte Marienfest der katholischen Kirche.
Zu diesem Festtag werden besonders heilkräftige Kräuter von Wiesen und Feldern,
aus Gärten und Wäldern gesammelt. Von Ort zu Ort, von Gegend zu Gegend ist unterschiedlich,
aus welchen und wievielen Kräutern dann ein Kräuterbuschen gebunden und zur Weihe
in die Kirche getragen wird.
Bis zu 77 Kräuter zählte man früher in solchen Buschen. Heute begnügt man sich
mit weitaus weniger. Dill und Pimpernell, Königskerze und Tausendguldenkraut,
Pfefferminze und Kamille, Hollunder, Baldrian und Schafgarbe sind heute die gebräuchlichsten
Kräuter.
Dem geweihten Buschen wird viel Heil- und Segenskraft zugeschrieben. Teile des
Kräuterbuschens bieten Schutz vor Erkrankung ebenso wie vor Blitzschlag, sie helfen
Mensch und Tier bei vielerlei Beschwerden. Zerrieben, aufgehängt, verstreut, verbrannt
- die Anwendungsmöglichkeiten für die Teile des Buschens sind fast so vielseitig
wie seine Wirkungskrft. |