| Nach der Zerstörung des Mailänder Domes wurden 1163 die Gebeine der Heiligen
Drei Könige in den Dom zu Köln gebracht. Der Dreikönigsschrein gilt als größte
und reichste Goldschmiedearbeit des Mittelalters.
Die Verlegung der Reliquien nach Deutschland förderte hierzulande deren Verehrung
sehr. Im Waldgebirge ist es noch heute üblich, in der letzten der 12 Rauhnächte
oder am Dreikönigstag selbst Haus und Wohnung, Stall und Scheune mit Weihrauch
auszuräuchern und alle Räume mit dem Dreikönigswasser zu besprengen. Ihm soll
besonders große Segenskraft innewohnen. Mit geweihter Kreide wird neben der Jahreszahl
auch die Abkürzung des Segenswunsches "Christus segne das Haus!" (lat. Christus
Mansionem Benedicat) auf die Türen geschrieben.
Als Könige gekleidet ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus und überbringen
Segenswünsche. Die Gaben, die sie dafür erhalten, spenden sie für caritative Zwecke. |