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Häusl
Die Lebensweise im Bayerischen Wald war durch die Jahrhunderte durchwegs bäuerlich. Umfeld und Klima schufen die typische Bauweise: tiefgeduckt und mit einem "Überschuß" an allen vier Wandseiten, der als Wetterschutz diente.

Die kleinste Form des Waldlerhauses war das "Häusl", in dem seinen Bewohnern meist nur ein Raum zur Verfügung stand. Er war Küche und Wohnraum, Schlaf- und Arbeitszimmer in einem. In der kalten Jahreszeit wurde er häufig mit dem Kleinvieh (z.B. Hennen, Hasen, Tauben) geteilt. Seine Ausstattung war meist sehr einfach: Ofen, Tisch, Bank und Bett.
Besaß das Häusl auch noch ein Oberstübchen, ("Höhstubm")also einen Raum unter dem Dach, wurde der aber nicht als Wohnraum genutzt, sondern er diente als Aufbewahrungsort für alles Wertvolle, z.B. bemalte Truhen, Leinenzeug, etc.

Meist waren die Bewohner des "Häusls" die im Austrag lebenden Eltern des Bauern oder, wenn das Häusl zu einem größeren Hof gehörte, auch die Bediensteten.

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