| Mit "Gsod" bezeichnet der Bauer im Bayerischen als die Stallstreu.
Anmerkung eines aufmerksamen Besuchers (Vielen Dank!!!):
Ich kenne Gsod in der Region Mallersdorf (südlich von Straubing) nicht als Stallstreu
sondern als Futter. Im Winter wurden die Kühe mit Heu und Rüben gefüttert. Da
dieses meist knapp war wurde das Heu mit Gerstenstroh gestreckt und in kleine
Stücke von ca. 10 mm geschnitten. Dann wurde aus dem Kleingesächseltem ein Sud
gemacht und mit Kraftfutter (Getreidebruch) den Kühen gegeben oder auch direkt
ungekocht den Kühen und Pferden verfüttert. (Gsod = gesotten)
Gsod geschnitten wurde früher mit dem Göpel. Eine Kuh musste, um den Antrieb
zu erzeugen, immer um den Kreis herumlaufen. Über eine große Riemenscheibe und einen
Flachriemen wurde die Maschine angetrieben. Die Mechanisierung brachte die Gsodschneid-Maschine,
die später auch elektrisch angetrieben wurde. Anfangs der 1960er Jahre kam das
„Gsod-Schneiden“ sehr schnell ab. Das Futter wird dem Rindvieh nun unzerkleinert
vorgeworfen oder es wurde durch Silage und Fertigfutter ersetzt. |