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Büchelsteiner, Pichelsteiner oder Pickelsteiner
Bekannt und beliebt ist im Juli das Pichelsteinerfest in Regen. Die Heimat des Pichelsteiners aber liegt auf dem Büchelstein im Sonnenwald, dem Donaukamm im Waldgebirge.
Das echte Büchelsteiner entstammt der Küche der Gast- und Tafernwirtin Auguste Winkler zu Grattersdorf am Fuße des Brotjacklriegels. Sie war es, die den Grafenauer Landrichter Storlein und seine Gesellschaft am St.-Benno-Tag, wenn er mit seinen Freunden und Bekannten einen Ausflug zum Büchelstein machte, zu verköstigen hatte.
1839 unternahm die Gruppe um Storlein erstmals eine Wanderung zum Felsgipfel mit der prächtigen Aussicht bis weithin über die Donauebene. Es wurde ein so gelungener Tag, daß der Ausflug künftig in jedem Jahr wiederholt wurde.
1848 überraschte Auguste Winkler die Gäste auf dem Berg in der Waldeinsamkeit mit einem warmen Essen: Sie präsentierte ein eingängiges Gericht, zu dem man nicht einmal Messer brauchte. Im Gasthaus zubereitet, wurde das Mahl in einem großen Kessel mit dem Fuhrwerk auf den Büchelstein gebracht und dort über offenem Feuer gargekocht. Dieses neue Gericht aus Fleisch und Gemüse hatte noch keinen Namen, deshalb benannten es die hochzufriedenen Gäste einfach nach dem Berg, auf dem es erstmals verzehrt wurde: Das Büchelsteiner war geboren.
Bald erfuhren die Wirte der Gegend von der Kreation der Grattersdorfer Wirtin. Auch sie setzten das Büchelsteiner auf ihre Speisekarten. In den 70er Jahren des 19. Jh. lernte ein Sohn Bismarcks, der mit Begleitung durch den Bayerischen Wald reiste, dieses Gericht kennen. Wieder daheim, ließ er sich in einer Berliner Zeitung sehr lobend über diese Verköstigung aus. Schließlich zeigte sich auch der Reichskanzler begeistert vom wohlschmeckenden Eintopfgericht und ließ es regelmäßig auf die Speisekarte setzen. Von dort aus trat das Büchelsteiner, das auch als "Pickelsteiner" oder "Pichelsteiner" bekannt ist, seinen Siegeszug in die Kochbücher und auf die Speisekarten in aller Welt an.

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