In die ruhige Landschaft des Inntales eingebettet, mit weitem Ausblick auf die Pockinger Heide, liegt Europas begehrtester Kurort Bad Füssing. Ungewöhnlich hoher Mineralien- und Schwefelgehalt zeichnen sein heißes Thermalwasser aus
Mit rund 10.000 Quadratmetern Wasserfläche wird das Vorkommen in Bad Füssing zum Betrieb des beliebten Kurbades genutzt.
Sechs Bauernhöfe zählte Füssing 1937 – und gehörte zur 700-Seelen-Gemeinde Safferstetten, die heute ein Ortsteil Bad Füssings ist. Damals bohrte die Bayerische Mineralindustrie auf den Getreidefeldern und Kartoffeläckern der Pockinger Heide nach Erdöl. Man fand jedoch 56° heißes Thermalwasser. Das Reichsbäderkuratorium untersagte die medizinische Nutzung, denn man hatte gerade die westböhmischen Weltbäder dem Lande angeschlossen und befürchtete Konkurrenz. Das Bohrloch wurde wieder verschlossen.Offiziere waren es, die nach Kriegsende die Wiederöffnung der Therme anordneten, das Ganze beschlagnahmten und für die Schützlinge der Besatzer nutzbar machten. Die Eigentümer der Quelle bekamen sie 1949 wieder zurück, ein Jahr später erhielten sie die Anerkennung als Heilquelle. 1954 entstand aus äußerst bescheidenen Anfängen das erste, für damalige Verhältnisse exclusive Kurhotel. Die besondere Heilwirkung des Thermalwassers ließ Bad Füssing innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der beliebtesten Heilbäder in Europa aufsteigen. Hochmoderne Kurhäuser, Kurmittelzentren, Rehabilitationskliniken, Hotels und Sanatorien bieten heute z.T. mit eigenen Wasserbecken und umfangreichen differenzierten Therapiemöglichkeiten viel Gutes für die Gesundheit. |