| Gelegen in der stillen, ländlich geprägten Hügelwelt des südlichen Niederbayern, hat Ortenburg als Stammsitz der Grafen von Ortenburg seit dem 11. Jh. seine eigene Geschichte. Seit dem 15. Jahrhundert prägten große Geister dieses sanfte Land, übersätes es mit Kunstwerken und Kleinodien. Die Grafschaft Ortenburg, mitten im erzkatholischen Bayern, wurde 1557 von Joachim geleitet, der sehr gläubig war, aber zum Protestantismus übertrat. In seinem Herrschaftsbereich führte er die Reformation ein. Herzog Albrecht V. Sah darin einen Angriff und brachte Krieg und Repressalien. Der Kaiser selbst versuchte zu vermitteln, die Streitigkeiten konnten nicht bereinigt werden. Erst nach Joachims Tod wurde das Kriegsbeil begraben. Ortenburg blieb bis heute eine evangelische Enklave. |