| Schweden- und Hochsteinschanze, Grainet | | Gute und böse Zeiten, Licht und Schatten legten sich über die Graineter Gegend. Wohl am aufregendsten war das Jahr 1611, das kriegerische Ereignisse großen Stils brachte. Der ergeizige Passauer Fürstbischof Erzherzog Leopold I. warb aus aller Herren Länder Kriegsknechte an , um seinen kaiserlichen Oheim, den Böhmenkönig Rudolf II., gegen dessen Brüder beizustehen. In dieser Zeit wurden auch die Säumer gezwungen Lunten, Pulver und Kugeln dem Passauer Kriegsvolk nach Südböhmen zuzutragen. Um die Ausschreitungen der zurückkehrenden Soldaten in Grenzen zu halten, befahl der Fürstbischof am 16. April 1611 seinen Pflegegerichten von Wolfstein, Leoprechting und Fürsteneck, auf den Hochstein, oberhalb Grainet eine Schanze zu bauen. Die Untertanen der drei Pflegegerichte mußten damals wochenlang „scharwerken“ und ihre eigene Feldarbeit vernachläßigen, obwohl sie selber Hunger litten. Zur Sicherung des Weges wurden in Grainet 200 Soldaten einquartiert. Heute ist die Hochsteinschanze noch gut erkennbar. Eine zweite guterhaltene Schanzanlage aus dem Jahre 1619, befindet sich in Gschwendet am früheren Haidweg, eine Heerstraße von Passau nach Böhmen. | | | | Kontaktangaben: | Tourismusbüro Grainet
Tel. 0 85 85 / 96 00 30 | | | | weitere Informationen im Internet: | | http://www.dreilaendereck-bayerischer-wald.de | | | | eMail-Adresse: | | info@graineturlaub.de | | |
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