Die Saußbachklamm südlich von Waldkirchen ist als Naturschönheit ersten Ranges weithin bekannt. Einen Kilometer lang zieht sie sich durch eine tief eingeschnittene Schlucht. In jahrtausendelanger unermüdlicher Arbeit verrichtete hier die Erlau ihr Werk. Dabei blieben riesige Granitblöcke zurück, die trotzig dem rauschenden Wasser entgegenstehen. Ein Naturschauspiel, in dem der üppige Pflanzenbewuchs ringsum Kulisse ist. Als urtümliches Landschaftsbild mit einer interessanten Flora wurde die Saußbachklamm 1939 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Wie sehr die Waldkirchner dem Natur- und Heimatgedanken anhingen, dokumentiert eine Gedenktafel in der Saußbachklamm. Man schuf sie zur ehrenden Erinnerung an Apotheker Ludwig Ilgmeier, mit dessen Unterstützung die Waldvereinssektion Waldkirchen 1905 einen Fußweg durch die Klamm anlegte. Der Künstler und Bildhauer Franz Biber fertigte das Relief mit der Darstellung des Förderers. Dem Festprogramm für die Enthüllung des Gedenksteins vom 24.07.1911 nach zu urteilen, nahm diese Feierlichkeit einen großen kulturellen Rahmen ein.
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