| Naturdenkmal Kleiner und Großer Pfahl | Der Pfahl, ein weithin sichtbares Quarzriff, gehört zu den bedeutendsten geologischen Naturdenkmälern Bayerns. Fast schnurgerade verläuft er auf einer Länge von 150 km nahe Linz in Oberösterreich nach Schwarzenfeld in der Oberpfalz.
Besonders markant tritt der Pfahl bei Viechtach in Erscheinung. Die volkstümlichen Bezeichnungen für den Pfahl (von lat. pallidus=bleich, fahl) als „Teufelsmauser“ oder „Hexenwerk“ lassen erkennen, dass die bizarren weißen Felsen schon früh die Phantasie der Menschen beschäftigten.
Der Pfahl ist ein mit Quarz und Schiefer gefüllter "Riss" im Gebirgsgrund des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums traten vor etwa 275 Millionen Jahren die größten Bewegungen in dieser Schwächezone auf. Damals wurde der gesamte Vordere Bayerische Wald um mehrere hundert Meter gegenüber dem Inneren Bayerischen Wald angehoben. Die Bayerwaldgesteine wurden dabei wie zwischen Mühlsteinen in feinste Mineralkörner zerrieben. Risse und Spalten entstanden unterirdisch in der Störungszone des Pfahls. In diese Klüfte und Hohlräume drangen heiße Quarzlösungen ein, kristallisierten beim Erkalten aus und bildeten damit den Pfahlquarz. Das weiße Pfahlgestein wurde im Laufe der Jahrmillionen durch Verwitterung und Abtragung an vielen Stellen freigelegt.
Der milchig-weiße Pfahlquarz besteht zu 95-98% aus Kieselsäure (SiO2). Gelbliche bis schwach rötliche und graue Farbvarianten werden durch geringe Anteile von Eisenverbindungen und Verunreinigungen durch Pfahlschiefer verursacht.
Im Jahr 2001 wurde der "Große Pfahl" in die Besenliste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Erscheinungsformen Bayerns aufgenommen und mit dem Gütesiegel als die Nummer eins von "Bayerns schönsten Geotopen" versehen.
Zwei bequeme Rundwanderwege unterschiedlicher Länge sowie der Pfahlwanderweg bieten Ihnen die Möglichkeit, die Natur am Pfahl zu erleben. Die Tourist-Information Viechtach bietet auch wöchentlich geführte Wanderungen rund um den Großen Pfahl an.
Im Alten Rathaus Viechtach ist die Pfahl-Infostelle sowie die Dauerausstellung „Der Pfahl im Bayerischen Wald“ untergebracht.
In der Dauerausstellung finden Sie Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Pfahl: Landschaft und Lebensräume, Tiere und Pflanzen, Entstehungs- und Nutzungsgeschichte, Pfahl-Sage, Burgen und Schlösser oder eine Steinbruch-Inszenierung – Sie sind herzlich eingeladen, den „Pfahl“ kennen zu lernen. Große und kleine Naturfreunde können in der Experimentierwand „Pfahlgeheimnisse“ oder „den Mikrokosmos des Pfahl“ erforschen. Gesteine und Mineralien warten bei der Suche nach dem „Stein der Weisen“ auf ihre Entdeckung.
Öffnungszeiten:
Mai bis Oktober:
Montag bis Freitag: 8.00 bis 17.00 Uhr
Samstag: 8.00 bis 13.00 Uhr
Zusätzlich im Juni – September:
Sonntag, 10.00 bis 12.00 Uhr
November bis April:
Montag bis Donnerstag: 8.00 bis 17.00 Uhr
Freitag: 8.00 bis 12.00 Uhr | | | | Kontaktangaben: | Pfahl-Infostelle
Altes Rathaus
Stadtplatz 1, 94234 Viechtach
Matthias Rohrbacher
Dipl. Forst-Ing. (FH)
Tel. 09942/90 48 64 – Fax: 09942/90 48 56
| | | | eMail-Adresse: | | naturpark-bayer-wald-pfahlinfo@t-online.de | | |
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Viechtach im Internet: www.viechtach-tourismus.com |
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